Schaummatratze vs. Taschenfederkernmatratze

Kategorien : Was ist das denn? Einfach erklärt
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Jeder Mensch ist anders. Ob groß oder klein, schwerer oder leichter, kurvenreich oder gerade, Hohlkreuz oder nicht. Diese Unterschiede müssen auch bei einem Matratzenkauf entsprechend berücksichtigt werden. Wichtig ist, die für sich passende Matratze und auch den angepassten Lattenrost zu wählen. Für eine richtige Wahl der Matratze ist die richtige Größe (Körpergröße + 20 cm, nicht zu schmal!), die richtige Festigkeit (viele Menschen schlafen in viel zu festen Betten), der richtige Kern (spezielle Schulterzone oder Lordosenstütze), und der richtige Bezug (abnehmbar und/oder mit Funktionsfasern bei höherer Transpiration) entscheidend. Sind all diese Faktoren berücksichtig, steht einem guten und erholsamen Schlaf nichts im Wege.

Taschenfederkern Matratzen

Taschenfederkern Matratzen sind die Weiterentwicklung der Bonnellfederkern Matratze. Im Gegensatz zu einer Bonnellfederkern Matratze besitzt eine Taschenfederkern Matratze wesentlich kleinere und eine höhere Anzahl von Federn mit einer kleineren Oberfläche. Dadurch können sich die kleineren Federn besser an den Körper und die entsprechenden Konturen anpassen. Das Ergebnis ist eine bessere Abstützung und Unterstützung der entsprechenden Körperpartien. Jedoch ist die kleinste elastische Einheit immer nur so klein, wie die maximale Auflagefläche der jeweiligen Feder. Das heißt, Taschenfederkern Matratzen sind wesentlich elastischer und anpassungsfähiger als Bonnellfederkern Matratzen, aber unelastischer als beispielsweise Schaummatratzen.

Die einzelnen Federn einer Taschenfederkern Matratze sind in luftdurchlässige Textiltaschen eingearbeitet. Dadurch wird der übermäßige Luftaustausch, wie es z. B. bei einer im Kern hohlen Bonnellfederkern Matratze der Fall ist, reduziert und es entsteht ein annähernd gleichbleibendes Schlafklima bei sehr guter Luftdurchlässigkeit und sehr gutem Feuchtigkeitstransport

Taschenfederkern Matratzen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Qualitätsstufen. Im Allgemeinen gilt: Je mehr Federn sich in der Matratze befinden (Standardmatratzen ca. 500 Federn, sehr hochwertige Varianten mit bis zu über 1000 Federn) und je hochwertiger die Schaumabdeckung über den Federn ist, desto elastischer und anpassungsfähiger ist die Matratze. Wir empfehlen zu einer Taschenfederkern Matratze Lattenroste mit maximal 3-4 cm engen Leistenabständen von max. 3-4 cm und möglichst flexiblen seitlichen Lagerungen. Umso flexibler die Unterfederung ist, desto anpassungsfähiger ist die Matratze.

+ Stabile Konstruktion – auch für höhere Gewichtsbelastung geeignet

+ Sehr gut geeignet bei schneller Neigung zum Schwitzen und höherer Temperaturentwicklung während der Schlafphase

+ Sehr guter Luftaustausch und Feuchtigkeitstransport durch konstrukstionsbedingten Hohlraum im Inneren

+ Bei hoher Federanzahl gute Anpassungsfähigkeit und Abstützung

+ Je nach Federanzahl daher unterschiedlicher Liegekomfort von straff bis elastisch

+ Auch in Bettkasten Betten verwendbar

- Im Vergleich zu Schaummatratzen geringere punktuelle Anpassungsfähigkeit, vor allem bei niedriger Federanzahlg

- Evtl. Nachschwingen der Matratze durch Federken

- Höheres Gewicht als vergleichbare Schaummatratze

- Bei geringer Federzahl nur eingeschränkt für verstellbare Lattenroste geeignet

 

 

Schaummatratzen

Komfortschaummatratzen und Kaltschaummatratzen sind in einem großen Qualitäts- und Preisangebot erhältlich.

Schaummatratzen können durch unterschiedliche Kernstrukturen und Kernqualitäten unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. So kann eine spezielle Schulterzone durckentlastend bei Schläfern mit breiter Schulter wirken. Eine Lordosenstütze kann beispielsweise ein Hohlkreuz abstützen und entlastend wirken. Druckempfindliche und leichte Schläfer sollten eine sehr elastische und druckentlastende Matratze wählen, beispielweise mit einer Würfelschnittoberfläche oder einer Visko- oder Gelschaumauflage. Für Unentschlossene in Sachen Härtegrad gibt es praktische 2 in 1 Matratzen - durch Drehen kann der Härtegrad ganz einfach geändert werden. Auch für Schläfer die zum Schwitzen neigen gibt es entsprechende spezielle Modelle mit Schichtbezügen aus Funktionsfasern oder spezielle Kerne mit großen Lüftungskanälen.

Generell bietet eine Schaummatratze der gehobeneren Qualitätsstufe eine gute und punktgenaue Elastizität. Der Druckaufbau und der Druckabbau kann zusätzlich gezielt mit Hilfe eines flexiblen Lattenrostes unterstützt werden. Schaumkerne sind offenporig, luftdurchlässig und bieten eine höhere Wärmeisolation und sind daher auch gut für Schläfer geeignet, die mehr Wärme benötigen. Im Vergleich zu Taschenfederkernmatratzen sind Schaummatratzen bei hoher Gewichtsbelastung in Verbindung mit hoher Transpirationsneigung allerdings weniger durchlüftend und weniger stabil.

Schaummatratzen sind durch die Vielzahl unterschiedlich gestalteter Kerne nahezu für alle Schläfertypen geeignet und lassen sich hervorragend individualisieren. Verwenden Sie bei einer Kaltschaummatratze flexible Lattenroste mit max. 3-4 cm Leistenabstand. Je wertiger der verwendete Schaum, desto anschmiegsamer und stützender ist die Matratze.

+ Hervorragend punktelastisch (Abhängig von der jeweiligen Schaumqualität)

+ Optimale Anpassungsfähigkeit (Abhängig von der jeweiligen Schaumqualität)

+ Sehr gute Druckentlastung (Abhängig von der jeweiligen Schaumqualität)

+ Gute Durchlüftung bei offenporigem Schaum

+ Höhere Wärmeisolation als Taschenfederkernmatratzen

+ Unzählige Variationen des Kerns möglich

+ Sehr gut geeignet mit flexiblen Lattenrosten oder Motorrahmen

+ Leichter als vergleichbare Taschenfederkernmatratzen

+ Auch in Bettkasten Betten verwendbar

- Höhere Wärmeisolation nicht ideal für Schläfer die Nachts zum Schwitzen neigen oder weniger Wärme benötigen

- Bei höheren Körpergewichten weniger stabil als Taschenfederkernmatratzen

- Eingeschränkter Schlafkomfort bei günstigen Schaumqualitäten da oft zu fest

 

Vielleicht fällt Ihnen nun die grundsätzliche Entscheidung ob Federkern oder Schaum etwas leichter. Orientieren Sie sich bei beiden Systemen auch an den Härtegraden mit den entsprechenden Gewichtigsangaben. Schlafen Sie gerne etwas fester, wählen Sie einfach den nächsthöheren Härtegrad. Denken Sie bei der Neuanschaffung einer Matratze auch einmal an Ihr Kopfkissen und Ihre Bettdecke. Wie alt sind die Sachen? Sind schon Verfärbungen durch Schweiß sichtbar? Ist die Bettdecke doch schon älter als gedacht? Ein passender Schlafplatz der auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, ist auch ein Stück Lebensqualität. Natürlich helfen wir Ihnen bei weiteren Fragen rund um Ihr neues Bett gerne weiter.

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